Wasserkocher & Gesundheit

In Wasserkochern werden verschiedene Materialen verarbeitet. Dies können verschiedene Metalle wie Edelstahl oder Aluminum sein, außerdem Glas oder natürlich auch Kunststoffe.

Ein großes Thema gerade bei Wasserkochern ist die Kunststoffverarbeitung. Kunststoff hat, an und für sich, gute Eigenschaften die sich als Verbauungssmaterial für Wasserkocher anbieten. Zum Beispiel eine sehr gute Wärmeisolierung und gute haptische Qualitäten wie Griffig- und Rutschfestigkeit.

Gesundheitliche Aspekte – Können Schadstoffe ins Wasser gelangen?

Leider besteht jedoch auch die Gefahr, dass Kunststoff verschiedene gesundheitsschädliche Bestandteile enthalten kann, die beim Wasser kochen an das Wasser übertragen werden können. Schadstoffe wie PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), Weichmacher (Phthalate) oder Bisphenol A (BPA) sind leider bei vielen Gegenständen, die wir täglich benutzen, keine Seltenheit.

Die Hersteller der Geräte machen in der Regel keine extra Angaben zu den genauen Inhalten des verarbeiteten Materials. Fragt man persönlich beim Hersteller nach, bekommt man meist eine allgemein verfasste Standardmail, in der versichert wird, dass keine Schadstoffe wie BPA im Produkt enthalten sind.

Die Stiftung Warentest testete 2012 eine ganze Reihe von Wasserkochern, unter anderem auch auf Schadstofffreiheit der Wasserbehälter von innen und die Qualität des Wassers, nachdem es 24 Stunden im Kocher verblieben ist. Das Ergebnis ist positiv für die Verbraucher ausgefallen, bei Kunststoff Wasserkochern wie Materialmischungen, wies keines der getesteten Modelle gefährliche Schadstoffe auf. Vereinzelt konnten minimale Restmengen BPA nachgewiesen werden, aber auch diese liegen unter dem von der europäischen Lebensmittelbehörde festgelegtem Maximal-Wert.

Eine gute Nachricht für Nickel-Allergiker: Metallische Schadstoffe wie zum Beispiel Nickel oder Blei, die den menschlischen Organismus gesundheitlich beeinträchtigen können, wurden bei unabhängigen Tests von aktuellen Wasserkocher-Modellen bisher nirgends gefunden.

Wasserkocher & Gesundheit: Die Garantie für schadstofffreies Wasserkochen

Wenn man einen Kunststoff Wasserkocher wegen der guten Isolierungseigenschaften bevorzugt, ist das vollkommen in Ordnung, eine Garantie auf 100%ige Schadstofffreiheit kann einem jedoch niemand geben, auch nicht der Hersteller, obwohl das im Zuge der Werbung für manche Geräte oft der Fall ist.

Die sicherste Lösung ist dann ein Wasserkocher, dessen Innenbehälter aus reinem Edelstahl beschaffen ist und dessen Wasser nicht mit Kunststoffteilen in Berührung kommt. Solche Wasserkocher sind bisher rar auf dem Markt, ein italienischer Hersteller hat sich jedoch auf die Edelstahlverarbeitung spezialisiert, die Marke Ottoni Fabbrica. Mehr zum Thema findest du hier: Wasserkocher ohne Plastik.

Kunststoff- oder Chlorgeruch oder Geschmack im Wasser

Vereinzelt kommt es immer mal wieder wieder vor, dass einige Kunden, die die verschiedensten Geräte von unterschiedlichen Herstellern kaufen, über einen unangenehmen Geruch oder Geschmack im gekochten Wasser berichten.

Dies kann unterschiedliche Ursachen haben. Zunächst sollte ein neuer Wasserkocher grundsätzlich mit einer Essig-Wasser-Lösung ausgekocht werden, wie beim Reinigungvorgang zum Entkalken. Weist der neue Kocher immer noch einen starken Kunststoffgeruch auf, kann man den Vorgang bis zu 2 mal wiederholen. Anschließend sollte allerdings tatsächlich kein unangenehmer Geruch oder Geschmack mehr vorhanden sein. Falls der Geruch dennoch stark wahrnehmbar ist und das Wasser nicht neutral schmeckt, sollte man den Kocher besser umtauschen. Dies trifft vor allem auf minderwertig produzierte und dementsprechend günstige Wasserkochen zu. Daher sollte man nicht an der Qualität sparen.

Schmeckt das Wasser nach Chlor oder leicht metallisch, muss dass nicht unbedingt am Wasserkocher liegen. Die Qualität bzw. Zusammensetzung des Trinkwassers kann hier ebenfalls ausschlaggebend sein. Gerade reine Edelstahl Wasserkocher dürften das Wasser im Geschmack und Geruch nicht beeinflussen, da Edelstahl ein neutrales Material ist, welches keine anderen Stoffe abgibt oder aufnimmt. Daher ist es auch das am besten geeigente Material im Umgang mit Lebensmitteln. Im Zweifel kann man sich bei den städtischen Wasserwerken Informationen über die Trinkwasserqualität einholen.